Qi   

    Der Begriff „Qi“ wird oft mit „Kraft“ oder „Energie“ übersetzt und spielt in der medizinischen Tradition Chinas eine Schlüsselrolle. Der Organismus wird dabei als komplexes Gefüge dynamischer Qi-Strukturen aufgefasst. Das Ziel des Arztes besteht darin, das gestörte Gleichgewicht wieder auszubalancieren. Dabei besteht das Gleichgewicht der Qi-Dynamik in einem Ausgleich von Gegensätzen, die nach Mustern gebildet werden wie: männlich und weiblich, oben und unten, aussen und innen, hell und dunkel, tätig und leidend. Der Form ihrer Gegensätzlichkeit nach werden sie unter das Begriffspaar Yin und Yang gebracht. Das Eine findet seine Bestimmung nur in der Anerkennung und Förderung des Anderen. Der Gedanke, dass allem Geschehen in der Natur und in der Gesellschaft eine Spannung nach Yin und Yang innewohnt, ist übrigens nicht nur in der chinesischen Medizin zu finden.

    Gemäss chinesischer Krankheitslehre äussern sich die inneren Störungen auf differenzierte Art. Dementsprechend ausgebildet sind diagnostische Verfahren, die sich auf die sinnlich wahrnehmbare Beschaffenheit der Körperaussenseite und seiner Ausscheidungen richten. Berühmt dafür, weil ohne Entsprechung zu westlichen Diagnosetechniken, sind die Puls- und die Zungendiagnose. .

    Zur Behandlung werden verschiedene Methoden in Kombination angewandt. 

    Die fünf wichtigsten Methoden sind:

    1. Akupunktur und Moxibustion: Bestimmte Punkte, die entlang von Meridianen angeordnet sind, werden mit Nadeln oder brennendem Beifuss (Moxa) gereizt.
    2. Massage (Tuina / Anmo): Sie orientiert sich an den Meridianen.
    3. Phythotherapie: Sie besteht in der Verordnung von Rezepturen – 85% davon sind pflanzlicher Herkunft - und ist die bedeutendste der Behandlungsmethoden.
    4. Diätetik: Den Lebensmitteln eignet nach dem Vorbild der Arzneimittel ein bestimmtes Wirkprofil. Diesem entsprechend lassen sich die gängigen Lebensmittel therapiebegleitend und vorbeugend einsetzen.
    5. Bewegungsübungen wie Qigong oder die inneren Kampfkünste wie z. B. Taijiquan, bei dem durch langsame und fliessende Bewegungen der Organismus beruhigt und belebt wird.

    Unser TCM-Zentrum bietet Kurse in Taiji und Qigong an, zu denen unsere Patienten freien Zugang haben.

     
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